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Blickpunkt 14:


Waldgebiet Rot- und Schwarzwildpark (Schattenring)


Am Schattenring
Der Wald im Stadtgebiet von Stuttgart, der immerhin noch ca. 23 % der Stadtfläche ausmacht, hat vielfältige Funktionen (STUTTGART HANDBUCH, 1985). So dient er:
- der Holzproduktion (Wirtschaftswald),
- der Erholung,
- dem Naturschutz
  (z.B. Naturschutzgebiet Rotwildpark),
- Erosionsschutz,
- dem Wasserschutz,
- dem Lärmschutz,
- und dem Klimaschutz.

 

Die Hauptwaldgebiete von Stuttgart befinden sich im Westen der Stadt auf den wenig fruchtbaren Stubensandsteinb√∂den, w√§hrend die sehr guten L√∂sb√∂den im Norden und im S√ľden auf der Filder landwirtschaftlich genutzt werden.


Karte: Wald im Stadtgebiet
In der Stadt f√ľhren hohe Temperaturen (W√§rmeinseleffekt) in Verbindung mit hoher Luftfeuchte im Sommer zu einem ung√ľnstigen Behaglichkeitsklima, w√§hrend in der freien Landschaft und im Wald u.a. durch die Verdunstung und ver√§nderte W√§rmebilanz niedrigere Temperaturen auftreten. Dies f√ľhrt zu Luftausgleichsstr√∂mungen (z.B. Flurwind) mit der Stadt. Die gro√üen Waldgebiete im Westen der Stadt (Glemswald, Rot- und Schwarzwildpark) produzieren in der Nacht soviel Kaltluft, dass ein "√úberlaufen" dieser Kaltluft im Bereich der Universit√§t Vaihingen und Schattenring nach Stuttgart stattfindet. Der Einsattelung am Schattenring und der Heidenklinge, die ins Nesenbachtal einm√ľndet, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Dieser Effekt konnte u.a. auch bei der Infrarot√ľberfliegung 1988 im Zusammenhang mit dem KLIMAATLAS des Nachbarschaftsverbandes Stuttgart (1992) best√§tigt werden.

 

In diesem Bel√ľftungssystem hat der Wald aufgrund seines Waldinnenklimas Bedeutung, da er mit seinen B√§umen, √Ąsten und Bl√§ttern, mit Str√§uchern und Bodenpflanzen als Filter wirkt, sowohl f√ľr feste, als auch gasf√∂rmige Schadstoffe. Damit diese Funktion auch im Winter erf√ľllt wird, sollte ein entsprechender Anteil immergr√ľner Nadelb√§ume vorhanden sein. Aufgrund dieser Funktion wird gr√∂√üeren Waldgebieten auch die Bezeichnung Immissionsschutzwald zugewiesen. Bei entsprechender Tiefe kann Wald entlang von Stra√üen auch als L√§rm- und Sichtschutz dienen (INNENMISTERIUM B-W, 1991).

 

Auch das "Waldsterben", amtsdeutsch jetzt mit "neuartigen Waldsch√§den" bezeichnet, ist an den W√§ldern von Stuttgart nicht spurlos vorbeigegangen. So treten seit 1976 Sch√§den an Forchen auf, dem Charakterbaum auf den Keuperh√∂hen um Stuttgart, was durch nur noch ein bis zwei Nadeljahrg√§nge, anstelle von vier bis f√ľnf, dokumentiert wird. Bei der Inversionswetterlage 1982 wurden unter Fichtentr√§ufen pH-Werte von 2,8 festgestellt, was saurer als Essig ist. Seit 1983 werden auch an Esche, Wei√übuche, Buche und Eiche stellenweise drastische Blattverluste und Verlichtungen im peripheren Bereich festgestellt.

 

Speziell im Nahfeld einer Gro√üstadt kommt dem Wald nat√ľrlich auch eine wichtige Naherholungsfunktion zu, die insbesondere im Gebiet Rot- und Schwarzwildpark an den Wochenenden durch den starken Besucherdruck erkennbar wird. Warum ist der Wald nun so erholsam? Dies kommt zum einen durch die Ruhe, aber auch durch das besondere Behaglichkeitsklima. Die Temperaturunterschiede sind dort geringer als im Freiland, die Sonnenstrahlung ist ged√§mpft, die Luft ist feuchter und staub√§rmer als in der Stadt. Au√üerdem nehmen √Ąrzte an, dass die Waldluft mit ihren Beimengungen von Duftstoffen und √§therischen √Ėlen wertvolle Beimengungen enth√§lt, die dem Menschen gut tun. In manchen Waldteilen (z.B. Rotwildpark) liegen die Besucherzahlen teilweise so hoch, dass der Erholungswert zeitweise beintr√§chtigt ist.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie