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Das Klima von Stuttgart

Das Klima eines Ortes wird bestimmt durch seine geographische Breite, die H√∂henlage, die Art des Untergrundes, die Orographie sowie anthropogene Ver√§nderungen der Landschaft. Das Klima von Stuttgart ist gepr√§gt durch seine gro√ür√§umige Lage im Neckarbecken, abgeschirmt durch den Schwarzwald im Westen, die Schw√§bische Alb im S√ľden, den Schurwald im Osten und das Strom- und Heuchelberggebiet im Nordwesten. Diese Lage hat einen gro√üen Einflu√ü auf alle Klimaelemente, wie Strahlung, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Wind.

Das Landschaftsbild von Stuttgart ist gekennzeichnet durch eine gro√üe Vielfalt, was sich durch die geologischen Voraussetzungen ergab. Im Norden liegen die fruchtbaren Ackerfl√§chen (G√§ufl√§chen), denen im S√ľden das bewegte Keuperbergland folgt, das weiter im S√ľden in die Filderebene √ľbergeht. Eine weitere Eigenart ergibt die Zerschneidung der Landschaft durch das von S√ľden nach Norden verlaufende Tal des Neckars (STUTTGART HANDBUCH, 1985).

Das Zentrum von Stuttgart liegt abseits des Neckars in einer Keupersenke (ca. 240 m √ľ. NN), die fast vollst√§ndig von einem H√∂henkranz (bis 500 m √ľ. NN) umgeben ist. Nur im Verlauf des Nesenbaches besteht im Nordosten eine √Ėffnung zum Neckartal. Nach S√ľdwesten hin verl√§uft der Nesenbach in einem engen Tal, das f√ľr die Bel√ľftung von Stuttgart eine √§hnliche Bedeutung hat wie das H√∂llental mit dem "H√∂llent√§ler" (Bergwindsystem) in Freiburg (Reliefbild von Stuttgart - Blick von Norden).

Besonnungsverhältnisse in Stuttgart


Bedingt durch die Leelage von Stuttgart zum Schwarzwald und zu der Schw√§bischen Alb ist die Sonnenscheindauer mit 1720 Sonnenscheinstunden im Jahr relativ hoch. W√§hrend im Dezember die Sonnenscheinstunden unter 60 liegen, werden im Juli √ľber 230 Stunden erreicht. Die Monatssumme der Globalstrahlung erreicht ihr Maximum im August mit 50 kJ/cm2, im Dezember liegt sie nur bei 9 kJ/cm2. Die Jahressumme bel√§uft sich auf rund 400 kJ/cm2. Von der astronomisch m√∂glichen j√§hrlichen Sonnenscheindauer werden in Stuttgart 39 % erreicht, was vor allem auf die Bew√∂lkung zur√ľckzuf√ľhren ist. √úber dem Jahresmittel liegen die Sommermonate mit bis zu 49 %, im Gegensatz zu den Wintermonaten mit unter 25 %. Durch die Orographie bedingt, k√∂nnen die Strahlungsverh√§ltnisse im Stadtgebiet von Stuttgart auf relativ kurzen Entfernungen gro√üe Unterschiede aufweisen, wobei insbesondere die Hangneigung und - orientierung eine wesentliche Rolle spielt (Mittlere j√§hrliche Einstrahlung). Im Zusammenhang mit einer energiegerechten Bauleitplanung sollte dies bei der Planung in Zukunft ein wichtiger Gesichtspunkt sein (BAUM√úLLER et al., 1993) (Solar Atlas Stuttgart).

Temperaturverhältnisse in Stuttgart


Kennzeichnend f√ľr Stuttgart ist sein mildes Klima mit einer Jahresmitteltemperatur von 10 Grad C im Stadtkessel (245 m √ľ. NN) und 8,4 Grad auf den Randh√∂hen (ca. 400 m √ľ. NN). Neben dem Oberrheintal ist der Gro√üraum Stuttgart eines der w√§rmsten Gebiete in der BRD. Der Juli ist mit 18,8 Grad C der w√§rmste Monat, w√§hrend der Januar 1,3 Grad C aufweist(Mittlere monatliche Temperaturen). Die frostfreie Zeit betr√§gt in der Stadtmitte 150 Tage. Das insgesamt milde Klima hat dazu gef√ľhrt, da√ü hier schon seit langer Zeit Weinanbau betrieben wird. Bis zur Verwaltungsreform im Jahr 1972 war Stuttgart die gr√∂√üte Weinbaugemeinde in Baden-W√ľrttemberg. Im langj√§hrigen Mittel werden auf der Filder 91 - 94 Frosttage verzeichnet, in der Stadtmitte sind es 70. Man erkennt hier den W√§rmeinseleffekt der Gro√üstadt. Auf der Filder werden 28 - 32 Sommertage registriert, dem stehen 40 - 47 Sommertage im Neckartal und der "Stuttgarter Bucht" gegen√ľber. Durch die hohen Temperaturen, verbunden mit der vorhandenen Feuchte, geh√∂rt Stuttgart zu den Gebieten mit vermehrter W√§rmebelastung (ca. 30 Tage), aber nur gelegentlichem K√§ltereiz (JENDRITZKY,1993) (Klimakalender Stuttgart).

Niederschlagsverhältnisse in Stuttgart


F√ľr das Klima einer Landschaft sind die Niederschl√§ge von gro√üer Bedeutung, zum einen f√ľr die Vegetation, aber auch f√ľr die Dimensionierung der Kanalisation, Regenr√ľckhaltebecken etc. sowie f√ľr die Reinigung der Atmosph√§re durch nasse Deposition. Die Region Stuttgart geh√∂rt zu den niederschlags√§rmsten Gegenden der BRD, was vor allem durch die schon angesprochene Leelage (Schwarzwald, Schw√§bische Alb) hervorgerufen wird. Die mittlere j√§hrliche Niederschlagsmenge liegt in der Stadtmitte bei 679 mm. Die Hauptniederschl√§ge fallen, wie in S√ľddeutschland √ľblich, im Sommer, wobei der Juni und August die h√∂chsten Niederschlagsmengen aufweisen. Die Niederschlagsarmut des Stuttgarter Raumes hat dazu gef√ľhrt, dass schon bald wegen der raschen Aufsiedlung eine Fremdwasserversorgung notwendig wurde, zum einen aus dem Bereich der Schw√§bischen Alb (Landeswasserversorgung), zum anderen jedoch aus dem ca. 200 km entfernten Bodensee (Bodenseewasserversorgung). (Klimakalender Stuttgart).

Windverhältnisse in Stuttgart


Der Wind, charakterisiert durch die Windgeschwindigkeit und Windrichtung, bestimmt die Ausbreitung von Luftschadstoffen und ist deshalb bedeutsam f√ľr die lufthygienischen Verh√§ltnisse. Ein wesentliches Merkmal des Stuttgarter Klimas ist seine Windarmut, die nicht allein auf die Lage der Stadt in zwei Stufenrandbuchten der Keuperh√∂hen zur√ľckzuf√ľhren ist. Die gesamte Region des Neckarbeckens ist generell f√ľr niedrigeWindgeschwindigkeiten bei gro√üer H√§ufigkeit von Windstillen bekannt. Dies ergibt sich durch die gro√ür√§umige Luftdruckverteilung in S√ľddeutschland und die Abschattung durch den Schwarzwald, die Schw√§bische Alb, den Schurwald und den Schw√§bisch-Fr√§nkischen Wald. Bedingt durch die Orographie kann f√ľr Stuttgart keine einheitliche Windrose angegeben werden.
(Siehe aktuelles Windfeld).(Siehe aktuelles Windfeld) Am ehesten ist noch die Windrose f√ľr den Flughafen Stuttgart geeignet, den regionalen Wind zu beschreiben. Ansonsten kann man behaupten, "an jeder Ecke weht ein anderer Wind". Der Abschattungseffekt der umgebenden H√∂henz√ľge hat zur Folge, da√ü sich speziell an den H√§ngen und in den T√§lern h√§ufig lokale Windsysteme entwickeln k√∂nnen, die zwar keine hohen Windgeschwindigkeiten hervorrufen, aber f√ľr die lokale Bel√ľftung der Stadtteile eine wichtige Rolle √ľbernehmen (Klimakalender Stuttgart).

 



300 Jahre Stadtklima in Stuttgart - ein historischer R√ľckblick -


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie