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10. Karten mit Hinweisen f├╝r die Planung (Karte-XIV, Baltt 1 bis 12)
Siedlungsfl├Ąchen


Bebaute Gebiete mit geringen klimarelevanten Funktionen: Dies sind bereits bebaute Gebiete mit geringen klimatischen Funktionen, die aufgrund ihrer Lage keine hohen thermisch-lufthygienischen Belastungen aufweisen und benachbarte Siedlungsbereiche nicht wesentlich beeintr├Ąchtigen.

Ihnen ist keine nennenswerte klimatisch-lufthygienische Empfindlichkeit gegen├╝ber Nutzungsintensivierungen und Bebauungsverdichtung zuzuschreiben.

Dabei handelt es sich um bebaute, gut durchl├╝ftete Kuppenlagen oder um bebaute Gebiete, deren thermisch-lufthygienische Emissionen nicht zu Verschlechterungen in nahegelegenen Siedlungsbereichen f├╝hrt. Bei einer zus├Ątzlichen Verdichtung ist keine nennenswerte klimatisch-lufthygienische Auswirkung zu erwarten.

Allerdings ist darauf zu achten, dass bestehende Bel├╝ftungsm├Âglichkeiten erhalten werden und zus├Ątzliche Emissionen keine nachteilige Wirkung auf Siedlungsr├Ąume nach sich ziehen. Durch Dach- und Fassadenbegr├╝nung und Beibehaltung von Gr├╝nfl├Ąchen kann einer thermischen Belastung vorgebeugt werden.


Bebaute Gebiete mit klimarelevanten Funktionen: Dies sind bebaute Gebiete, die aufgrund ihrer Lage und ihrer Bebauungsart klimarelevante Funktionen ├╝bernehmen. Darunter fallen z. B. locker bebaute und durchgr├╝nte Siedlungen bzw. Siedlungsr├Ąnder, die nachts merklich abk├╝hlen und relativ windoffen sind, oder gut durchl├╝ftete verdichtete Siedlungsbereiche (z.B. Kuppenlagen). Diese Gebiete f├╝hren weder zu intensiver thermisch-lufthygienischer Belastung noch zu Beeintr├Ąchtigungen des Luftaustausches und weisen im allgemeinen geringe klimatisch-lufthygienische Empfindlichkeiten gegen├╝ber Nutzungsintensivierungen auf.

Damit sind z.B. Arrondierungen an den Siedlungsr├Ąndern und das Schlie├čen von Baul├╝cken gemeint, wobei das in diesem Gebiet vorhandene bauliche Nutzungsma├č beibehalten werden sollte. Solche relativ geringf├╝gigen und der Umgebung angemessenen Nutzungs├Ąnderungen ziehen im Bereich der so bezeichneten Fl├Ąchen keine wesentlichen klimatisch-lufthygienischen Ver├Ąnderungen nach sich.

Allerdings ist bei der Planung von Bauma├čnahmen in diesen so ausgewiesenen Fl├Ąchen eine Beurteilung der Dimensionierung und Anordnung von Bauwerken sowie der Erhaltung und Schaffung von Gr├╝n- und Ventilationsschneisen durch einen Sachverst├Ąndigen vorteilhaft. Die Bodenversiegelung ist so gering wie m├Âglich zu halten und durch Schaffung von Vegetationsfl├Ąchen sowie Dach- und Fassadenbegr├╝nung auszugleichen.

Bebaute Gebiete mit bedeutender klimarelevanter Funktion: Die so gekennzeichneten Bereiche ├╝bernehmen f├╝r sich und angrenzende Besiedlung bedeutende klimarelevante Funktionen, wobei die Art und Dimension der vorhandenen Bebauung sehr unterschiedlich sein kann.

Locker bebaute, gut durchgr├╝nte Gebiete mit geringen Geb├Ąudeh├Âhen erm├Âglichen am Siedlungsrand einen nahezu ungest├Ârten Luftaustausch, der auch lokale Windsysteme beinhaltet; das trifft insbesondere auf Hanglagen zu, an deren Fu├č sich bebaute Gebiete befinden, wobei diese Hanglagen auch zur Kaltluftbildung beitragen.

Gebiete mit vereinzelten freistehenden Hochh├Ąusern stellen zwar eine Behinderung des Windfeldes dar, lassen jedoch einen Luftaustausch zu und f├╝hren aufgrund vorhandener Gr├╝nfl├Ąchen nicht zu ├╝berm├Ą├čiger Erw├Ąrmung.

In diese Kennzeichnung sind auch verdichtete Siedlungsbereiche aufgenommen, deren klimatisch-lufthygienische Belastung nicht ├╝berm├Ą├čig hoch ist.

Die genannten Gebiete weisen allesamt eine erhebliche klimatisch-lufthygienische Empfindlichkeit gegen├╝ber Nutzungsintensivierungen auf.

Weitere Bau- und Versiegelungsma├čnahmen f├╝hren zu negativen Auswirkungen auf die klimatische Situation. F├╝r diese Gebiete wird eher eine Vergr├Â├čerung des Vegetationsanteils und eine Betonung bzw. Erweiterung der Bel├╝ftungsfl├Ąchen empfohlen.

Bei nutzungs├Ąndernden Planungen in diesen ausgewiesenen Fl├Ąchen sind klimatisch-lufthygienische Gutachten notwendig.

Bebaute Gebiete mit klimatisch-lufthygienischen Nachteilen: Diese Ausweisung umfasst vornehmlich verdichtete Siedlungsr├Ąume, die klimatisch-lufthygienisch stark belastet sind; zudem z├Ąhlen dazu auch diejenigen bebauten Bereiche, in denen der Luftaustausch ma├čgeblich durch Bauwerke behindert ist.

Diese Gebiete sind unter stadtklimatischen Gesichtspunkten sanierungsbed├╝rftig.

Unter stadtklimatischen Gesichtspunkten sind Erh├Âhungen des Vegetationsanteils, Verringerungen des Versiegelungsgrades und Verringerungen des Emissionsaufkommens, insbesondere der Verkehrsemissionen, zu verstehen. Zudem wird eine Schaffung bzw. Erweiterung von m├Âglichst begr├╝nten Durchl├╝ftungsbahnen empfohlen; damit ist auch ggf. die Entfernung oder Verlagerung st├Ârender Bauwerke verbunden.

Bei allen Planungen innerhalb dieser Fl├Ąchenausweisungen sind klimatisch-luft- hygienische Gutachten notwendig.

Stra├čen mit hoher Schadstoff- und L├Ąrmemission: Diese Signatur kennzeichnet alle Hauptverkehrsstra├čen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als ca. 15 000 Fahrzeugen pro Tag. Die dadurch entstehenden hohen Schadstoff- und L├Ąrmemissionen sind zu beachten, d. h. bei Planungen im Einwirkungsbereich der Stra├čen sind je nach Nutzungsabsicht evtl. Immissionsprognosen erforderlich.

Empfindliche Nutzungen wie Wohngebiete, Erholungsgebiete und ackerbauliche Nutzfl├Ąchen sind in angemessenen Abst├Ąnden zur Stra├če bzw. mit ad├Ąquaten Schutzma├čnahmen zu planen. Unempfindliche Nutzungen verlangen keine besondere R├╝cksichtnahme; sie k├Ânnen sogar als Schutz gegen die Schadstoff- und L├Ąrmausbreitung verwendet werden.

Bei Planungen von Nutzungs├Ąnderungen, die empfindlich gegen├╝ber Schadstoff- und L├Ąrmimmissionen sind, sollten klimatisch-lufthygienische Gutachten erstellt werden.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie