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Lufttemperatur: 18.6 (°C)
Windgeschw.:5 (km/h)
Windrichtung: S-S-O, 168.4 °
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(Stand: 19.05.2022, 01:30 Uhr,
 S-Mitte, Amt für Umweltschutz)
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2. Klima und Luft als Planungsfaktoren
Lufttemperatur


Das Klimaelement Lufttemperatur bezieht sich auf eine Messh├Âhe von in der Regel 2 m ├╝ber Grund, wobei Strahlungseinfl├╝sse durch die Verwendung einer meist Messh├╝tte ausgeschlossen werden.

Neben der Mitteltemperatur f├╝r einen Ort wird auch die mittlere j├Ąhrliche Anzahl von Tagen angegeben, an denen bestimmte Schwellenwerte ├╝ber- oder unterschritten sind.

Eistage (Tagesmaximum < 0,0 ┬░C )
Frosttage (Tagesminimum < 0,0 ┬░C )
Sommertage (Tagesmaximum > 25,0 ┬░C )
Hei├če Tage (Tagesmaximum > 30,0 ┬░C )

Eine auf das Heizen bezogene Gr├Â├če ist der Heiztag (Tagesmitteltemperatur < 15,0 ┬░C) und daraus abgeleitet die Gradtagzahl (Gt) als Ma├č f├╝r den Heizw├Ąrmebedarf in einer Heizperiode (DIN 4701, VDI 2067).

Gt = Z (ti - tz )

Z = Anzahl der Heiztage im Bezugszeitraum

ti = 20 ┬░C (Raumtemperatur)

tz = Temperaturmittelwert aus den Tagesmittelwerten der Lufttemperatur aller Heiztage des Bezugszeitraumes

Durch die Kenntnis der Gradtagzahl eines Gebietes ist ├╝ber die Berechnung des Heizw├Ąrmebedarfs bestehender oder geplanter Baugebiete bei bekannter oder angenommener Heizstruktur auch die Berechnung der durch die Geb├Ąudeheizungen hervorgerufenen Schadstoffemissionen m├Âglich.

Typisch f├╝r St├Ądte ist der W├Ąrmeinseleffekt (VDI KOMMISSION, 1988), d.h. die gegen├╝ber der Umgebung h├Âhere Temperatur. Dieser Effekt ist schon seit langem bekannt und stellt eine Er-scheinung dar, die nicht nur auf Gro├čst├Ądte beschr├Ąnkt ist. Die gr├Â├čten Unterschiede gegen├╝ber dem Umland ergeben sich jeweils bei den Minimumtemperaturen in der Nacht. Sie k├Ânnen f├╝r Millionenst├Ądte bis zu 12 Grad ausmachen.

Dieser W├Ąrmeinseleffekt ist im Sommer besonders in der Nacht infolge der erh├Âhten W├Ąrmebelastung f├╝r den Menschen negativ zu beurteilen. Im Winter hingegen kommt es durch diesen Effekt zu einer Einsparung von Heizenergie und somit einer Verminderung der Emissionen. Das verst├Ąrkte Auftreten von abgehobenen Inversionen infolge des W├Ąrmeinseleffektes im Stadtgebiet hat den Vorteil, dass der Raum zur Durchmischung der Luft vergr├Â├čert wird. Andererseits werden durch die Anhebung der Inversionsuntergrenze h├Âher liegende Abgasfahnen mit in die Durchmischung einbezogen, was sich nachteilig auf die Luftqualit├Ąt auswirkt.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie