Aktuelle Wetterdaten
Lufttemperatur: 23.2 (°C)
Windgeschw.:15 (km/h)
Windrichtung: N-N-O, 20.5 °
Globalstrahlung: 887.6 (W/m²)
Akt. UV-Index: 5
Niederschlag: 0.0 (ltr/m²)
(Stand: 29.05.2023, 13:00 Uhr,
 S-Mitte, Amt für Umweltschutz)
Weitere Luft- u. Wetterdaten
Mehr zum Wetter in Stuttgart
Aktueller Sonnenstand
Webcams in Stuttgart
Vorhersage Region Stuttgart 
Vorhersage Europa 
Niederschlagsradar Baden-W. 
Weitere Links
Neues und Aktuelles
Aktuelle Anzahl der Sommertage und Hei├čen Tage in Stuttgart 2023
Aktuelle Grafiken
Die Witterung im Jahr 2022, Meteorologischer Jahresbericht Stuttgart Hohenheim
Jahresbericht 2022
Klimazentrale Stuttgart
Klima Dashboard Stuttgart
Sommertage und Heiße Tage in Stuttgart (bis 2023)
Luft: Neue Pressemitteilungen
UV-Index Prognose der BfS
Stadtklimaviewer: Karten und Pläne mit detaillierten Themen- karten zu Klima, Luft und Lärm
Lärmkarten Stuttgart 2017
Lärmaktionsplan Stuttgart
Luftreinhalteplan Stuttgart
NO2- und PM10 Überschreitungen
Aktuelle Messwerte an den Messstationen der LUBW
Bildergalerie     Weitere News
10. Karten mit Hinweisen f├╝r die Planung (Karte-XIV), Blatt 1 bis 12)

Die Bestandsaufnahme der stadtklimatischen Gegebenheiten in der Form einer Klimaanalyse-Karte ist durch eine Vielzahl zu ber├╝cksichtigender Einzelinformationen gekennzeichnet. Somit erweist sich die Umsetzung in bewertende Planungsaussagen als eine sehr komplexe Aufgabe.

Der Klimaatlas dient u. a. der fachlichen Unterst├╝tzung der Fl├Ąchennutzungsplanung. Diesem Ziel sollen die Karten mit Hinweisen f├╝r die Planung gerecht werden. Sie enthalten eine integrierende Bewertung der in den Klimaanalyse-Karten dargestellten Sachverhalte im Hinblick auf planungsrelevante Belange. Die Fl├Ąchenkennzeichnungen geben Hinweise zur Empfindlichkeit gegen├╝ber Nutzungs├Ąnderungen, aus denen sich die Notwendigkeit bzw. die Dringlichkeit klimatisch begr├╝ndeter Anforderungen und Ma├čnahmen im Rahmen der Bauleitplanung entnehmen l├Ąsst.

Die Hinweise f├╝r die Planung sind in acht Gruppen zusammengefasst. Drei Planungsempfehlungen beziehen sich auf den bisher weitgehend nicht ├╝berbauten Raum (mit Ausnahme einzelstehender Geb├Ąude im unbeplanten Au├čenbereich und der Verkehrswege), vier Empfehlungen werden f├╝r die schon baulich genutzten Gebiete ausgesprochen, und ein Hinweis dient der Kennzeichnung immissionsrelevanter Stra├čenz├╝ge.

Die Hinweise f├╝r die Planung beziehen sich vornehmlich auf bauliche Nutzungs├Ąnderungen, insbesondere dreidimensionaler Art (Geb├Ąude, D├Ąmme und andere Baulichkeiten). Eine ├änderung der Vegetationszusammensetzung hat i.d.R. geringere klimatische Auswirkungen als gro├čfl├Ąchige Versiegelungsma├čnahmen und die Errichtung von Bauwerken. In speziellen F├Ąllen kann sich auch eine ├änderung der Vegetationszusammensetzung, wie z.B. Waldanpflanzung im Bereich einer Luftleitbahn, durchaus ung├╝nstig auswirken. F├Ąlle dieser Art sind bei den Aussagen zur Beurteilung von Nutzungs├Ąnderungen im unbebauten Bereich jedoch mit ber├╝cksichtigt.

Die Kartierung fl├Ąchenhafter Planungsempfehlungen beruht im einzelnen auf entsprechenden Darstellungen der Klimaanalyse-Karte, welche somit einer klassifizierenden Bewertung unterzogen wurden. Die Gr├Â├če des Untersuchungsgebietes bzw. die Ma├čst├Ąblichkeit der Untersuchung bedeuten zwangsl├Ąufig, dass vertiefende Detailfragen im Zusammenhang mit Bebauungspl├Ąnen gegebenenfalls durch gesonderte Gutachten erarbeitet werden m├╝ssen. Dabei werden sich die Karten des Klimaatlasses in jedem Fall von Nutzen sein.

Neben lokalen Besonderheiten liegen den Hinweisen f├╝r die Planung folgende Prinzipien zugrunde:

Vegetationsfl├Ąchen haben eine bedeutende Wirkung auf das Lokalklima, da sie einerseits die n├Ąchtliche Frisch- und Kaltluftproduktion verursachen und andererseits bei hohem Baumanteil tags├╝ber thermisch ausgleichend sind. Innerst├Ądtische und siedlungsnahe Gr├╝nfl├Ąchen beeinflussen die direkte Umgebung in mikroklimatischer Sicht positiv; zudem f├Ârdern Vegetationsfl├Ąchen am Siedlungsrand den Luftaustausch. Gr├Â├čere zusammenh├Ąngende Vegetationsfl├Ąchen stellen das klimatisch-lufthygienische Regenerationspotential dar. Insbesondere bei vorhandenem r├Ąumlichen Bezug zum Siedlungsraum sind sie f├╝r den Luftaustausch sehr wichtig. Deshalb sollten solche Freifl├Ąchen aus klimatischer Sicht f├╝r bauliche Nutzungen nicht in Anspruch genommen werden.

Auch eine Verbauung von Tallagen ist nachteilig zu beurteilen, da dort einerseits bei Schwachwindlagen der Kalt- und Frischlufttransport stattfindet und sie andererseits als Luftleitbahnen f├╝r st├Ąrkere regionale Winde dienen.

Die Hanglagen in ausgedehnten besiedelten Gebieten, insbesondere wenn in den Talzonen Bebauung existiert, sollen unbebaut bleiben, da dort ein intensiver Kalt- und Frischlufttransport stattfindet. Dasselbe gilt f├╝r Schneisen und Klingen innerhalb der H├Ąnge.

Sattellagen in bebauten Bergr├╝cken dienen als Luftleitbahnen und sollen nicht zugebaut werden.

Aus lufthygienisch-klimatischer Sicht empfiehlt sich eine Umrandung der Siedlungen mit m├Âglichst weitr├Ąumigen Gr├╝nzonen sowie eine Durchdringung von Ortschaften mit Gr├╝nz├╝gen, welche sich an den orographischen Merkmalen orientieren (Bel├╝ftungsschneisen, Luftleitbahnen), um damit den Luftaustausch zu f├Ârdern. Einer Zersiedelung der Landschaft durch zahlreiche Streusiedlungen sowie der Entstehung von abriegelnden Bebauungsg├╝rteln, etwa durch das Zusammenwachsen benachbarter Ortslagen, ist entgegenzuwirken. Bei st├Ądtischen Siedlungen muss auf entsprechend gro├če nahegelegene Frisch- und Kaltluftproduktionsgebiete und Bel├╝ftungsbahnen geachtet werden.

Bei der Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben ist zu ber├╝cksichtigen, dass die unmittelbar angrenzenden Wohngebiete nicht aufgrund der lokalen Windverh├Ąltnisse durch erh├Âhte Immissionen belastet werden.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie