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Lärmkartierung Stuttgart
Berechnungsverfahren


L√§rmkarten sind fl√§chendeckende farbige Darstellungen der berechneten L√§rmbelastungen. Hierzu wird √ľber das Untersuchungsgebiet ein Raster gelegt (in der Regel 10 m oder kleiner). F√ľr jeden Schnittpunkt wird dann die H√∂he der Schallimmissionen berechnet und anschlie√üend f√ľr eine Rasterfl√§che der Immissionspegel aus den Werten der 4 Eckpunkte interpoliert. F√ľr die Darstellung k√∂nnen die Pegel auf ein engeres Raster interpoliert werden. Die Berechnung wird f√ľr eine ausgew√§hlte H√∂he √ľber Gel√§nde durchgef√ľhrt - die Umgebungsl√§rmrichtlinie hat sie auf 4 m √ľber Gel√§nde festgelegt.

Die L√§rmkarten sind eine objektive Darstellung der L√§rmbelastung und machen den L√§rm ‚Äěsichtbar‚Äú. Aus ihnen ist leicht zu erkennen, wo sich Gebiete mit hoher L√§rmbelastung befinden, in denen L√§rmminderungsma√ünahmen durchzuf√ľhren sind und wo andererseits Gebiete sind, die noch wenig verl√§rmt und daher entsprechend zu sch√ľtzen sind.

Die Berechnung der L√§rmbelastung erfolgt f√ľr die verschiedenen Schallemittenten getrennt: Stra√üenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr und Industrie- und Gewerbeanlagen. L√§rmkarten f√ľr Sport- und Freizeitanlagen sowie den Wasserverkehr werden im Gesetz nicht verlangt, dennoch kann es bei gr√∂√üeren Anlagen und damit h√∂heren L√§rmemissionen sinnvoll sein, auch den L√§rm dieser Quellen in die L√§rmaktionsplanung mit einzubeziehen. Ebenso ist eine Darstellung der Gesamtl√§rmbelastung durch alle L√§rmquellen zusammen (Summenpegel) nicht vorgeschrieben.

Die Berechnungen f√ľr die L√§rmkartierungen nach EU-Umgebungsl√§rmrichtlinie wurden bis 2017 nach vorl√§ufigen Berechnungsverfahren durchgef√ľhrt, die an die bestehenden nationalen Regelwerke (RLS-90 f√ľr Stra√üenverkehr, Schall 03 f√ľr Schienenverkehr, TA L√§rm f√ľr Industrie und Gewerbe) angelehnt waren. Seit dem 31. Dezember 2018 ist ein europaweit harmonisiertes Berechnungsverfahren (CNOSSOS-EU) vorgeschrieben, dass damit erstmals bei der vierten L√§rmkartierung 2022 zur Anwendung kommt.

Die Bundesregierung hat dieses Berechnungsverfahren mit Bekanntmachung vom 20. November 2018 eingef√ľhrt (ge√§ndert mit Bekanntmachung vom 7. September 2021):

BEB - Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm
BUB - Berechnungsmethode f√ľr den Umgebungsl√§rm von bodennahen Quellen (Stra√üen, Schienenwege, Industrie und Gewerbe)
BUB-D - Datenbank f√ľr die Berechnungsmethode f√ľr den Umgebungsl√§rm von bodennahen Quellen (Stra√üen, Schienenwege, Industrie und Gewerbe)
BUF - Berechnungsmethode f√ľr den Umgebungsl√§rm von Flugpl√§tzen
BUF-D - Datenbank f√ľr die Berechnungsmethode f√ľr den Umgebungsl√§rm von Flugpl√§tzen

Die Ergebnisse der Lärmkartierung nach EU-Umgebungslärmrichtlinie sind daher nicht unmittelbar mit Berechnungsergebnissen aus den nationalen Vorschriften (RLS-90 bzw. RLS-19, Schall 03, TA Lärm) vergleichbar. Genauso wenig können die Lärmwerte aus den Lärmkarten unmittelbar mit Grenz- oder Richtwerten verglichen werden, da diese mit den nach den nationalen Vorschriften ermittelten Beurteilungspegeln zusammenhängen.

Die oben genannten Berechnungsverfahren gelten nur f√ľr die Erstellung der L√§rmkarten nach Umgebungsl√§rmrichtlinie. In Planungs- und Genehmigungsverfahren finden weiterhin die "nationalen" Richtlinien Anwendung, auch wenn die Ergebnisse der Lärmkartierung als erste Einschätzung herangezogen werden können.


Eingangsdaten

F√ľr die Berechnung des Stra√üenverkehrsl√§rms sind folgende Angaben notwendig:

   - Anzahl der Fahrzeuge in jeder Fahrzeugklasse pro Stunde am Tag (6 - 18 Uhr),
     am Abend (18 - 22 Uhr) und in der Nacht (22 - 6 Uhr):
     - 1. Leichte Kfz: Pkw, Lieferwagen <= 3,5 t, Gel√§ndewagen, incl. Anh√§nger,
     - 2. Mittelschwere Fahrzeuge: Lieferwagen > 3,5 t, Busse, Wohnmobile mit zwei
           Achsen,
     - 3. Schwere Fahrzeuge: schwere Nutzfahrzeuge, Busse mit drei oder mehr
           Achsen,
     - 4. Zweir√§drige Kraftfahrzeuge: a. Mopeds, b. Motorr√§der mit und ohne
           Seitenwagen,
   - zul√§ssige H√∂chstgeschwindigkeit der einzelnen Fahrzeugklassen,
   - Art der Stra√üenoberfl√§che,
   - Jahresdurchschnittstemperatur,
   - Abstand zu einer ampelgeregelten Kreuzung oder Einm√ľndung oder einem
     Kreisverkehr (bis 100 m),
   - Stra√üensteigung oder -gef√§lle.

F√ľr die Berechnung des Schienenverkehrsl√§rms sind folgende Daten erforderlich:

   - Anzahl der Fahrzeuge (Lokomotiven, Waggons) pro Stunde am Tag (6 - 18 Uhr),
     am Abend (18 - 22 Uhr) und in der Nacht (22 - 6 Uhr),
   - Anzahl der Achsen je Fahrzeug,
   - Bremsentyp,
   - zul√§ssige H√∂chstgeschwindigkeit des Streckenabschnitts bzw. der Zugart,
   - Art des Schienenoberbaus,
   - Schienenzustand,
   - Bahn√ľberg√§nge, Art der Br√ľcken,
   - Kurvenradien.

Bei Gewerbebetrieben m√ľssen die Schallleistungspegel individuell anhand der Betriebsabl√§ufe und -zeiten ermittelt werden. Alternativ k√∂nnen auch pauschal fl√§chenbezogene Schallleistungspegel herangezogen werden. Da die Datenerhebung daf√ľr sehr aufwendig ist und im Laufe von ein paar Jahren sich gr√∂√üere √Ąnderungen ergeben k√∂nnen, beschr√§nkt sich die L√§rmkartierung nach Umgebungsl√§rmrichtlinie auf die IE-Anlagen und Hafenbetriebe.

Die Schallausbreitungsberechnung erfolgt mittels eines digitalen 3D-Stadtmodells, bei der die folgenden Einfl√ľsse ber√ľcksichtigt werden:

   - Pegelminderung mit zunehmender Entfernung von der Schallquelle,
   - Pegelminderung durch Abschirmung, z.B. topografische (B√∂schungen usw.) oder      bauliche Hindernisse (Geb√§ude, L√§rmschutzw√§nde usw.),
   - Pegelerh√∂hung durch Reflexionen, z.B. von gegen√ľberliegenden Geb√§udeseiten
   - und Einfl√ľsse aus Bodend√§mpfung und Meteorologie.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie