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Lärmumfrage 2008 (UBA)
Die Belästigung durch Lärm hat in den vergangenen Jahren nicht abgenommen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Umweltbundesamts 2008 fühlen sich 59% der Bevölkerung in Deutschland durch Straßenverkehrs-
lärm belästigt. Des weiteren beklagen sich ca. 31% über Fluglärm, 23% über Schienenverkehrslärm, 24% über Industrie- und Gewerbelärm und 42% über Nachbar-
schaftslärm.

Download: Grafiken UBA-Umfrage zur Lärmbelästigung 2000-2008 (pdf)

Lärm ist jedoch nicht nur belästigend, sondern schädigt auch die Gesundheit. Einer Untersuchung des Umweltbundesamts zufolge steigt das Herzinfarktrisiko um 20% bei Menschen, die dauerhaft Schallpegeln von über 65 dB(A) ausgesetzt sind. Dieser Pegel ist jedoch ein durchaus typischer Wert für Hauptverkehrsstraßen. Fast 13 Millionen Menschen (das sind 16% der Bevölkerung Deutschlands) müssen diese Lärmbelastung ständig ertragen. Nach dem Rauchen gilt Lärm als wichtigste Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die öffentliche Hand erwächst daraus die Verpflichtung, im Sinne der Gesundheitsvorsorge auch geeignete Maßnahmen gegen dauerhaft hohe Lärmbelastungen zu ergreifen. Der Gesetzgeber reagierte mit dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, durch das der Mensch unter anderem vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche geschützt werden soll. Ab wann solche schädlichen Lärmeinwirkungen auftreten, wird in zugehörigen Verordnungen und Richtlinien konkretisiert, in denen auch einzuhaltende oder anzustrebende Richt- oder Grenzwerte festgelegt werden.


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie