Aktuelle Wetterdaten
Lufttemperatur: 2.3 (°C)
Windgeschw.:12 (km/h)
Windrichtung: W-S-W, 244.8 °
Globalstrahlung: 0.0 (W/m²)
Akt. UV-Index: 0
Niederschlag: 0.0 (ltr/m²)
(Stand: 30.11.2021, 03:30 Uhr,
 S-Mitte, Amt für Umweltschutz)
Weitere Luft- u. Wetterdaten
Mehr zum Wetter in Stuttgart
Aktueller Sonnenstand
Webcams in Stuttgart
Vorhersage Region Stuttgart 
Vorhersage Europa 
Niederschlagsradar Baden-W. 
Weitere Links
Neues und Aktuelles
Projekt "ISAP" Uni Stuttgart
ISAP
Aktuelle Messdaten der neuen Stationen S-M√ľhlhausen (Haupt- kl√§rwerk) und S-Vaihingen (Uni)
Aktuelle Messdaten (S-M√ľhlh.)
Umwelt-Fotowettbewerb der Stadt Stuttgart 2021
Klimawandel in der Stadt
Luft: Neue Pressemitteilungen
Sommertage und Heiße Tage in Stuttgart (bis 2021)
UV-Index Prognose der BfS
Stadtklimaviewer: Karten und Pläne mit detaillierten Themen- karten zu Klima, Luft und Lärm
Lärmkarten Stuttgart 2017
Lärmaktionsplan Stuttgart
Luftreinhalteplan Stuttgart
NO2- und PM10 Überschreitungen
Aktuelle Messwerte an den Messstationen der LUBW
Bildergalerie     Weitere News
Einfluss meteorologischer und luftchemischer Parameter auf die NO2-Immissionskonzentration am Beispiel von ausgew√§hlten Luftmessstationen in Baden-W√ľrttemberg
Diplomarbeit von Frau Saskia Buchholz (2006)


Download: Diplomarbeit als pdf-File (3,8 MB)


Zusammenfassung

Aus den Untersuchungen im Kapitel 7 lassen sich allgemein g√ľltige Aussagen bez√ľglich der Luftbelastung mit Stickoxiden unter bestimmten Ausbreitungsbedingungen formulieren.

- Betrachten wir die Wirkung der meteorologischen Parameter, die die Ausbreitungsbedingungen der Luftschadstoffe charakterisieren, so f√§llt auf, dass gute bis sehr gute Ausbreitungsbedingungen wesentlich zur Reduktion der Stickoxide im Stadtgebiet Stuttgart beitragen. Ein wichtiger Parameter zur Charakterisierung der vertikalen Ausbreitungsbedingungen ist die Mischungsschichth√∂he. Sie begrenzt das Volumen, auf welches sich die emittierten Luftschadstoffe maximal ausbreiten k√∂nnen. Zwischen Mischungsschichth√∂he und Immissionskonzentration wurde folgender Zusammenhang gefunden: Je h√∂her die t√§gliche Mischungsschichth√∂he umso geringer ist die NOx- und NO-Immissionskonzentration (Tagesmittelwert) bei gleichem t√§glichem Aussto√ü an Stickoxid-Emissionen. F√ľr die NO2-Immissionskonzentration kann eine gegen√ľber NOx und NO geringere Reduktion mit zunehmender Mischungsschichth√∂he f√ľr die zwei Stationen Zuffenhausen und Bad Cannstatt festgestellt werden. Die hoch belasteten Verkehrsmessstationen zeigen demgegen√ľber einen leichten Anstieg oder eine Konstanz der NO2-Immissionskonzentration mit zunehmender Mischungsschichth√∂he. Dies kann mit der vermehrten Einmischung von Ozon aus den h√∂heren Luftschichten begr√ľndet werden. In der Folge kommt es an den Verkehrsmessstationen zur Bildung von NO2.

- Neben den vertikalen Ausbreitungsbedingungen bestimmt der Wind, insbesondere die Windgeschwindigkeit, die Immissionskonzentration der Stickoxide an den Messstellen. Dabei ist der Wind wesentlich wirkungsvoller bez√ľglich der Reduktion der st√§dtischen Luftbelastung. Der Wind transportiert, vermischt und verd√ľnnt die Luftschadstoffe durch turbulente Diffusion. In diesem Zusammenhang gilt: Je h√∂her die Windgeschwindigkeit, desto geringer ist die an den Stationen gemessene Belastung mit Stickoxiden (NOx, NO und NO2) bei ansonsten gleichem Emissionsaussto√ü. Hohe Reduktionen der Luftbelastung werden bereits bei geringer Erh√∂hung der Windgeschwindigkeit festgestellt. Bei Windgeschwindigkeiten √ľber 2 m/s k√∂nnen die Stickoxide gegen√ľber windschwachen Tagen um bis zu 50 bis 80 % gesenkt werden.

- In Stuttgart werden schlechte Ausbreitungs- und Transportbedingungen vor allem im Winterhalbjahr beobachtet. Neben einer sehr stabilen Schichtung und geringen Mischungsschichth√∂hen treten auch vermehrt Schwachwindsituationen vor allem w√§hrend des Tages auf. Unter diesen Bedingungen reichern sich am Boden emittierte Luftschadstoffe an und f√ľhren an den Verkehrsmessstellen und an der Hintergrundmessstation zu hohen Luftbelastungen. In dieser Konstellation kann es zur √úberschreitung der in der 22. BImSchV geforderten Grenzwerte (1h-Grenzwert) kommen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die vorherrschende Witterung sowohl eine Erh√∂hung als auch eine Verringerung der Immissionskonzentration bei gleicher Emissionsrate bewirken kann. Vor allem in den Wintermonaten sind die hohen Luftbelastungen in St√§dten auf die schlechten Ausbreitungs- und Transportbedingungen zur√ľckzuf√ľhren. Da das Wettergeschehen nicht immer zu einer gew√ľnschten Entlastung der st√§dtischen Schadstoffbelastung beitragen kann, ist es unerl√§sslich die begonnen Ma√ünahmen zur Emissionsreduktion fortzuf√ľhren und auszuweiten. Ma√ünahmen zur Immissionsreduktion in den St√§dten und Kommunen k√∂nnten in Zukunft besser den jahreszeitabh√§ngigen Transport- und Ausbreitungsbedingungen angepasst werden. Bem√ľhungen dieser Art wurden hinsichtlich der Reduktion der Feinstaubbelastung bereits in einigen St√§dten und Kommunen √Ėsterreichs praktiziert. In den St√§dten Graz und Klagenfurt wurden finanzielle Anreize zur Nutzung des √Ėffentlichen Personennahverkehrs (√ĖPNV) im Winterhalbjahr 2005 (verbilligte Verbundtickets und kostenlose SMS-Tickets) erstmals erprobt.

Download: Diplomarbeit als pdf-File (3,8 MB)


 
 

© Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie