Die Luft in Stuttgart

Die lufthygienischen Verhältnisse sind in Stuttgart aufgrund der topografischen Situation der städtischen Kessellage seit Beginn der Besiedlung immer ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit Planen und Bauen gewesen
(siehe auch Historischer Rückblick).
Die Luft in Stuttgart wird seit vielen Jahren rund um die Uhr überwacht. Dazu betreibt das Land Baden-Württemberg seit 1980 ein
Messnetz. Mit dem vom Land erhobenen Immissionskataster für den Großraum Stuttgart liegen auch aktuelle flächendeckende Daten über die Luftsituation in Stuttgart vor. Das Amt für Umweltschutz führt seit 1965 ebenfalls Erhebungen zur Luftbelastung durch. Dies geschieht durch eine feste
Messstation im Stadtzentrum.
Im Gegensatz zu den verkehrsbedingten Schadstoffen hat die Belastung der Luft durch überwiegend nicht verkehrsbedingte Schadstoffe (z.B. Schwefeldioxid, Staubniederschlag) in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Die verkehrs- bedingten Schadstoffe (z. B. Stickoxide, PM10, Ozon) verharren weiterhin auf einem hohen Niveau. In zahlreichen Stadtstraßen liegen die Schadstoffwerte für Stickstoffdioxid und PM10 über den Grenzwerten für verkehrsbeschränkende Maßnahmen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Schadstoffbelastungen dank der intensiven Bemühungen zur Luftreinhaltung auf kommunaler wie auf Bundesebene in Stuttgart weiter zurückgehen werden. Dies gilt auch für den Verkehrsbereich. Selbst bei weiter steigendem Fahrzeugaufkommen versprechen besser entwickelte Fahrzeugtechniken, ein geringerer Kraftstoffverbrauch und verbesserte Kraftstoffe eine weitere Abnahme der kraftfahrzeugbedingten Emissionen.
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| © Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Abt. Stadtklimatologie |